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Symptome der Unterfunktion

 

Nach der Phase der Überfunktion schließt sich meist eine allmählich stärker werdende Unterfunktion an. Die Hashimoto Thyreoiditis kann aber auch mit einer Unterfunktion beginnen. Die Symptome der Unterfunktion sind ebenfalls zahlreich.

 

Welche Beschwerden können auftreten?

  • Müdigkeit, allgemeine körperliche Erschöpfung, fehlende Belastbarkeit

  • Konzentrationsschwäche, Gedächtnisschwäche, Wortfindungsstörungen

  • hoher Blutdruck mit Puls unter 70

  • Herzstolpern, Herzrasen

  • Depressive Stimmung, Angst- und Panikattacken, Gereiztheit, selten Suizidgedanken

  • trockene, struppige, stumpfe, und glanzlose Haare

  • Haarausfall

  • teigige trockene Haut, (Myxödem)

  • Verstopfung, Blähungen

  • leichtes Frieren

  • Gewichtszunahme, selten ausgeprägte Gewichtsabnahme

  • Zyklusstörung bei der Frau, unerfüllter Kinderwunsch, Neigung zu Fehlgeburten in der Unterfunktion

  • Abnahme des sexuellen Verlangens

  • nächtliches Kribbeln und Einschlafen von Händen und Unterarmen (Karpaltunnelsyndrom)

  • nachlassendes Hörvermögen

  • apathischer Gesichtsausdruck

  • Wesensveränderungen

  • Ohrgeräusche
  • nächtliches Schwitzen
  • Pigmentflecken im Gesicht, vermehrtes Auftreten von dunklen Flecken am Körper
  • Nackenverspannung, Nackenschmerzen
  • brüchige Fingernägel
  • Lidrandentzündung, Lidödem
  • geschwollene Nasenschleimhaut

 

Die Unterfunktionssymptomatik äußert sich vor allem in Müdigkeit und Konzentrationsschwäche. Das Gewicht nimmt trotz normaler oder verringerter Nahrungsmenge zu. 
Üblicherweise kommt es zwar bei der Hashimoto Thyreoiditis zu einem Gewichtsanstieg, es sind allerdings auch Krankheitsfälle bekannt, bei denen trotz Unterfunktion und ausreichender oder vermehrter Nahrungsaufnahme ein Gewichtsverlust eintritt. Bei unklarem Gewichtsverlust sollten auch zusätzliche autoimmune Krankheiten wie z.B. Darmerkrankungen (Zoeliakie, Colitis ulcerosa ) ausgeschlossen werden, die zusammen mit der Hashimoto Thyreoiditis auftreten können.

 

Auch nach Normalisierung der Schilddrüsenwerte im Blut kommt es bei einigen Betroffenen weiterhin zu hartnäckigen Gewichtsproblemen. Die Ursache der meist bestehenden unangemessenen Gewichtszunahme ist noch nicht sicher geklärt. Neben den Schilddrüsenhormonen scheinen auch andere Hormone (Insulin, Leptin sowie Östrogen und Androgenmangel in den Wechseljahren und Erniedrigung des Grundumsatzes) eine Rolle zu spielen. Einige Erkrankte profitieren von einer Umstellung des Schilddrüsenhormonersatzes von reinem T4 auf Kombinationsmedikamente, die neben T4 auch T3 enthalten. Selten kommt es zu einer starken Gewichtsabnahme in der Unterfunktion.

 

Menschen mit einer Schilddrüsenunterfunktion frieren leichter. Bei einem erniedrigten Stoffwechselumsatz wird Kälte nur schlecht toleriert.

 

Fast regelmäßig tritt eine Trägheit der Magen-Darm-Tätigkeit auf, so dass einige Betroffene Abführmittel einnehmen. Das nächtliche wiederholte "Einschlafen" und Kribbeln von Händen und Unterarmen, das sogenannte Karpaltunnelsyndrom, kann durch die Unterfunktion bedingt sein. Nach Normalisierung der Schilddrüsenhormone bildet es sich im allgemeinen zurück. Neben einer Schilddrüsenunterfunktion gibt es noch andere Gründe für ein Karpaltunnelsyndrom, die bei Fortbestehen der Beschwerden trotz normalisierter Schilddrüsenhormone ausgeschlossen werden müssen.

 

Einige Betroffenen bemerken eine Herabsetzung der Hörfähigkeit, die sich mit Einstellung der Schilddrüsenhormone in den Referenzbereich wieder vollständig normalisiert.

 

Sehr häufig kommt es bei Frauen mit einer Unterfunktion zu Zyklusstörungen und ungewollter Kinderlosigkeit. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie im Abschnitt Hormone.

 


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